Und was geht drunter ab?

Andere Länder, andere Sitten, andere Probleme. Nachdem letzthin eine Touristin aus der arabischen Region wegen ihres Gesichtsschleiers einer Aufführung in der Pariser Oper nicht bis zum Ende lauschen durfte ist das Thema Verschleierung und Kopftuch mal wieder in aller Munde.

Da kann ich natürlich nicht schweigen. Ich nähere mich dem Thema Kopftuch aber mal von der eher “praktischen” Seite. Denn ich habe herausgefunden, wie es drunter aussieht. Oder genauer gesagt, wie es drunter NICHT aussieht. Nämlich verschmiert. Weiterlesen

Das F-Wort

Die Nichte aus Deutschland ist zu Besuch. Sie ist Vegetarierin, was meine Kinder schwer beschäftigt. Wie kann ein Mensch nur ohne Salami und Teewurst leben ist die Frage, die sie nicht zur Ruhe kommen lässt. So will Kind Eins denn sofort nach der Ankunft von der Cousine wissen:

“Warum bist du Vegetarierin?”

Cousine: “Mir schmeckt Fleisch nicht und ich will auch nicht, dass die Tiere wegen mir sterben.”

Kind Eins, das sich – nachdem es als Kleinkind in Fischstäbchen am liebsten gebadet hätte – seit geraumer Zeit weigert, Fisch auch nur zu probieren: “Ich auch. Aber nur bei Fisch. Ich bin Fisch-Vegetarierin. Ich will den armen Fischlein nicht weh tun.”

Kind Zwei, die Jüngere, die sich ebenfalls weigert Fisch zu essen (Mütter mehrerer Kinder werden ahnen, woran das liegen könnte) überlegt und gibt dann zum Besten: “Ich esse keinen Fisch, weil mein Name mit F anfängt. Ich bin F-Vegetarier.”

Ich böse Mutter suche nun schon den ganzen Tag nach einer Süßigkeit, die mit F anfängt….;-)

Vom Mond, Kalendern und Vergesslichkeit

Eine Hausfrau aus Dubai wurde laut einem Zeitungsbericht von ihrem Mann mit einem ganz besonderen Geburtstagsgeschenk überrascht: Sie bekam von ihm einen Flug ins All geschenkt. Gemein wie ich bin, dachte ich sofort: Der will die Alte auf den Mond schießen.

Dann las ich, dass der Spaß rund 100.000 Euro kostet und Mutti bereits eine Trainingseinheit in Amsterdam absolviert hat. Das zweite Training findet in Paris statt und der Abschuss ins All erfolgt aus Kalifornien. Jetzt will ich zwar immer noch nicht auf den Mond geschossen werden, aber würde gerne zu den Trainingsstützpunkten reisen. Weiterlesen

Das unlösbare Muschel-Rätsel

Es wird Herbst in Dubai. Das heißt, die Temperaturen übersteigen nur noch selten die 35 Grad-Marke, am Morgen ist es angenehm „kühl“ und der Hundespaziergang kein ungewollter Sauna-Gang mehr. Endlich weiß man wieder, warum man hier so gerne lebt.

Was bietet sich bei solch herrlichem Wetter mehr als ein Nachmittag am Strand an?
Wohlgelaunt brachen die Kinder und ich am gestrigen Samstag auf – um mitten in einem unlösbaren Rätsel zu enden. Kaum waren wir am Strand angekommen zückten die Mädels ihre mitgebrachten Eimer, um Muscheln zu sammeln. Und um kurz darauf schreiend zu mir zurückzukommen.

„Mama!“, kreischte Tochter Eins eindringlich, „du musst sofort kommen, wir haben die coolste Muschel jemals gefunden!“

Gähn. Ich liebe meine Kinder wirklich, aber ihre Superlative können mich schon lange nicht mehr vom Hocker reißen.

„Und warum hast du sie dann nicht in den Eimer gepackt und hergebracht?“, frage ich in einem – wie ich schon weiß sinnlosen – Versuch nicht von meinem Handtuch aufstehen zu müssen.

„Weil die so glitschig war.“ Weiterlesen

Sinnvoll, sinnvoller, meine Apps-Ideen

Das neue iPhone ist da – die liebe Frau Vau möchte keins, ich schon. Die Begierde verstärkt wurde durch die SMS eines Elektronikshops am gestrigen Abend: Ich solle mich doch bitte – rechtzeitig – anstellen, man habe ab Freitag um Mitternacht – pünktlich – das neue iPhone im Angebot.

Um Mitternacht in der Mall mit zwei kleinen Kindern bin ich am liebsten – das wäre also nicht das Problem. Auch das Anstellen nicht, zumindest nicht wenn genügend Einheimische in der Schlange sind: Wenn ich meine beiden Mädels in hübsche Kleidchen gewande und jeder in jede Backe ein Dauergrinsen hervorrufendes Bonbon stecke, kann ich gewiss sein, dass ich in null komma nix am Anfang der Schlange bin. Da ist der Emirati an sich gerne höflich, wenn es um Kinder geht.

Das Problem liegt also woanders: Kein Geld fürs neue iPhone. Obwohl, wenn das Ding wirklich so toll und so groß ist, wie es heißt, dann könnte man da doch wunderbar eine App draufladen, mit der man das Telefon in einen Drucker verwandeln kann, der dann Geldscheine ausdruckt. Eine „Geld-Scheiß-App“ sozusagen. Das wär mal eine sinnvolle App. Weiterlesen

Wahrheit oder Wahnsinn?

Eine simple Aussage einer Ärztin erhitzt zur Zeit die Gemüter in den Emiraten: Frauen sollten während “der Tage” keine wichtigen Entscheidungen treffen. Sogar ein genaues Zeitfenster gibt Dr. Maryam Matar an, nämlich zwei Tage vor und die ersten beiden Tage “der Tage” sind für Frauen tabu etwas zu tun, was weitreichende Konsequenzen haben könnte, da sie sich im Zweifelsfall von ihren Hormonen unsittlich bedrängt falsch entscheiden könnten. Weiterlesen

Kein Morgen ohne Sorgen

Der Morgen fing nicht gut an. Verschlafen, Kinder meckern, Stau auf dem Weg zur Schule. Die Laune müsste eigentlich im Keller sein. Ist sie aber nicht, dank der Gratiszeitung, die jeden Morgen vor meiner Haustür liegt. In dieser Zeitung steht allerlei Zeug über Dubai und was hier so passiert drin. Das kann man getrost überspringen und ich bin sicher jeder zweite Leser tut dies auch. Denn wirklich gut wird es erst kurz vor Schluss, wenn man die Leserbriefe erreicht hat.

Diese Leserbriefe sind so voller Emotionen, Schicksale und Unglaublichkeiten, dass man sofort seine eigenen Probleme vergisst. Weiterlesen

Gute Frage, nächste Frage

Meine Töchter lieben sich. Oder hassen sich. Kommt ganz drauf an. Entsprechend entspann sich heute folgender Dialog bei uns:

Jüngere Tochter: Mama, was war das erste Wort, das ich zu dir gesagt habe?

Ich: Mama.

Jüngere Tochter: Mama, was war das erste Wort, das ich zu unserem Hund gesagt habe?

Ich: “Hallo, Jesse”, denn der Hund ist nach dir hier eingezogen.

Jüngere Tochter: Mama, was war das erste Wort, das ich zu Edgar gesagt habe?

Ich: “Hallo Edgar”, denn auch der dicke, schwarze Kater ist nach dir bei uns eingezogen.

Jüngere Tochter: Mama, was war das erste Wort, das ich zu meiner Schwester gesagt habe?

Ich: Keine Ahnung.

Ältere Tochter/Schwester: Hau ab.

Überlege immer noch, ob das “Hau ab” eine Aufforderung war oder tatsächlich die ersten Worte, die die große Schwester von ihrer Schwester in Erinnerung hat.