Pippi Provence

Das schöne Sauerland liegt hinter mir und gemeinsam mit den Töchtern bin ich zu neuen Abenteuern in Südfrankreich aufgebrochen. Wir leben wie Gott in Frankreich und ich bin nur noch ein einziges Schokoladencroissant vom Kauf eine Zusatzsitzes für den Rückflug entfernt.

Die Töchter wenden derweil ihr literarisches Wissen auf die provenzialische Fauna und Flora an. Ich kann also mit gutem Gewissen behaupten, wir machen einen Bildungsurlaub – trafen wir vor kurzem doch erst auf die “Nachfahren” von Mr. Darcy und Co. in einem sauerländischen Vergnügungspark. Weiterlesen

Mr. Darcy fährt Achterbahn

Gestern im Freizeitpark. Ich verweile („einfach nur mal sitzen“) an einem Holztisch nahe der Achterbahn, auf der sich die Kinder seit Stunden mit steigender (!) Begeisterung durchschütteln lassen.

Eine Familie – Vater, Mutter, drei Töchter – lässt sich neben mir am Tisch nieder. Die Kinder rennen sofort wieder weg. Die Mutter ruft: „Jane, Lizzy, Mary!“

Ich sehe erstaunt auf. Hat die Frau zuviel „Stolz und Voruteil“ von Jane Austin gelesen? Ihre Töchter heißen genau wie drei der Töchter der Familie Bennet in dem Buch. Während ich noch darüber grübele, ob ein Sohn der Familie wohl „Fitzwilliam“ wie der berühmte Mr. Darcy im gleichen Roman heißen würde, brüllt die Mutter plötzlich weiter: „Jetzt macht hinne, eure Fritten werden arschkalt!“ Weiterlesen

Mütter-Einkaufs-Mut-mach-Post

Es ist wirklich alles nur eine Phase. Diese Erkenntnis traf mich gestern wie ein Blitz mitten auf dem Westenhellweg in Dortmund. Ich lief mit meinen Mädchen über die Haupteinkaufsstraße der Stadt als mir plötzlich auffiel, dass meine Kinder nicht maulten, nicht ungebremst gegen andere Passanten rannten, nicht alle zwei Meter ein Eis wollten oder auf die Toilette mussten. In den Geschäften benahmen sie sich ebenfalls wie zivilisierte Menschen und nicht wie Eingeborene eines kurz zuvor entdeckten Amazonas-Stammes bei ihrem ersten Besuch in der großen Stadt.

Das war früher anders. Meine Kinder waren Einkaufsterroristen. Während wir so durch die Geschäfte schlenderten fiel mir ein Blogpost ein, den ich vor zwei Jahren geschrieben habe und den ich unten einfach noch mal anhänge, damit er Millionen Müttern Mut macht: Es ist alles wirklich nur eine Phase! Der Einkaufsterror geht vorbei. Und bis dahin geht man am besten in Dubai einkaufen. Weiterlesen

Wehe…

…es springt mir jetzt wieder einer ab! Dann gibt es Saures! Ehrlich. Ich mache Ernst. Kein Pardon. Kein Spaß. Wer jetzt geht, der braucht sich hier nicht mehr blicken lassen!!!

Wovon ich spreche? Von meinen Verfolgern, natürlich. Seit gestern Abend sind es 300!!! In Worten: Dreihundert. Nicht schlecht. Dreihundert mehr oder weniger fremde Menschen, die informiert werden möchten, wenn ich etwas schreibe. Danke schön. Das ist doch mal was. Etwas, worauf man ein bisschen stolz sein könnte. Wenn da nur nicht diese nagende Ungewissheit wäre. Man steht morgens auf und der erste Gedanke ist: Hat sich im Dunkel der Nacht jemand davongeschlichen? Ist einfach so, ohne ein Wort des Abschieds gegangen. Hat mich verlassen! Mich mit einem kleinen Klick für ihn aber einem großen Tritt gegen mein Selbstbewusstsein “unverfolgt”? Die Ungewissheit lässt einem keine Ruhe. Man springt auf und rennt zum Rechner. Man muss einfach wissen, ob noch alle Schäfchen, die man am Vorabend gezählt hat, da sind. Weiterlesen

Der Frau-Mutter-Flugkreislauf

Ich bin ein wandelndes Klischee. Wenn ich im Flugzeug sitze. Eigentlich bin ich dann ein fliegendes Klischee, aber darum geht es nicht. Es geht um die Entwicklung einer Frau zur Mutter und wieder zurück zur Frau wenn sie im Flugzeug sitzt.

Dass es diese Entwicklung überhaupt gibt, ist mir bei meinem diesjährigen Flug von Dubai nach Deutschland klargeworden. Während dieses Fluges hatte ich viel Zeit zum Nachdenken, flog ich doch allein. Ohne Kinder – Höhepunkt und gleichzeitiges Ende des Frau-Mutter-Flugkreislaufs.

Der Kreislauf beginnt, wenn eine Frau Mitte bis Ende Zwanzig ist. Sie arbeitet, ist Single oder höchstens vergeben und kinderlos. Sie kann sich Fernreisen leisten und möchte diese genießen. Auch im Flugzeug. Doch andere Passagiere kennen keine Gnade und fliegen mit der ganzen Familie. Schreiende Babys, tobende Kleinkinder, Turbulenzen in Kinderkleidung. Weiterlesen

Meine Schwiegermutter, die Blume und der Gestank….

Kaum bin ich zum jährlichen Sommerurlaub in Deutschland gelandet und klicke mich nach einer langen Reise ein wenig durchs Internet, was müssen meine müden Augen da lesen? Die “Schwiegermutter” macht Schlagzeilen! Und was für welche!!! Na gut, es geht nicht wirklich um die Schwiegermutter, die die Hauptrolle in meinem ersten Roman spielt, sondern um eine Blume, die da in den vergangenen Tagen in und um Bayreuth herum für mächtig Aufregung gesorgt hat. Aber eben diese Blume, genauer gesagt die Titanwurz, spielt eine nicht unwichtige Nebenrolle im “Schwiegermutter inklusive. Einen Mann gibt es selten allein“-Roman.

Einen Blick auf die seltene, zur Zeit gerade eben noch in Bayreuth erblühende Pflanze könnt ihr hier oder hier

erhaschen. Wer wissen will, was die “Schwiegermutter” mit der Super-Blume zu tun hat, der muss das Buch lesen…;-).

Sommerloch oder “Habe ich wirklich so lange nicht in den Spiegel geschaut?”

Sommerloch. So nennt man das wohl, wenn auch eher seriöse Zeitungen mit Geschichten aufwarten wie der des Ex-Guns N’Roses-Musikers Slash, der im süßen Alter von 14 Jahren die Mutter der Freundin betäubt hat, um auf dem Sofa ungestört Ringelpiez mit Anfassen machen zu können.

Dazu kann ich zwei Dinge beitragen. Ersten, ich habe auch nichts mehr zu berichten, bevor ich mich am Wochenende auf in den Urlaub nach Deutschland mache. Zweitens, ich sehe aus wie Slash. Ehrlich! Als ich die “News” über den Gitarristen las, fiel mir eine Geschichte ein, die ich vor rund zwei Jahren als eine der ersten hier in meinem Blog geschrieben habe. Und weil ich damals ca. 3 Leser hatte und heute nichts besseres zu berichten habe, veröffentliche ich sie einfach noch mal, damit auch alle neuen Leser wissen, warum Slash und ich uns so ähnlich sehen: Weiterlesen

Mein Teekesselchen & Ich

Teekesselchen – ein Wort mit mehreren Bedeutungen erraten – war eins meiner Lieblingsspiele als Kind. Ich spiele es bis heute, dieser Tage allerdings meist unfreiwillig. Im Englischen, der zweiten Amts- und Umgangssprache in Dubai, gibt deutlich mehr Teekesselchen als im Deutschen und wenn man im Gespräch über eins stolpert ergibt sich oft eine gewisse Situationskomik. Weiterlesen

Still steht der Stau

In Dubai dreht sich alles im Fortschritt. Höher, größer, schneller, weiter ist die Devise und tatsächlich wurde gerade eine Innovation beschlossen, die das Leben in den Emiraten von Grund auf verändern könnte. Nein, ich meine nicht die Ankündigung, dass das Land als erstes arabisches für das Jahr 2021 eine Marsmission plant. Der Griff nach den Sternen ist nichts gegen das, was sich in Kürze auf der Erde abspielen wird: Tankstellen werden mit längeren Benzinschläuchen ausgestattet!

Wer noch nie in Dubai getankt hat, kann sich nicht vorstellen, was das bedeutet. Eine Revolution steht im Raum. Klimaanlagen für alle sind nichts dagegen. Weiterlesen